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ZÜNDAPP-GANG JÄGERBILD

 

Herzlich Willkommen!

Jedem Mopedfahrer dürfte die Prozedur bekannt sein: Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr wird das neue Nummernschild angeschraubt, der Tank aufgefüllt und das Zweirad aus dem Winterschlaf geholt. In Breitenberg geht im Jahr 2008 dabei die Hand zum Handy, kurzerhand wird die erste Ausfahrt des Jahres gemeinsam geplant, mit dem Knattern des Zweitakters wird die kalte Jahreszeit kollektiv hinter sich gelassen. Die jungen Männer sind begeistert und fühlen sich schlagartig in ihre Jugend zurückversetzt.

 

Erneut werden gemeinsame Ausfahrten unternommen, weitere Freunde lassen sich anstecken, kaufen und leihen sich Mopeds um am Zündapp-Revival teilnehmen zu können. Eine dieser legendären Ausfahrten endet im Juli des gleichen Jahres schließlich in der Blutwurz Hütte in Jägerbild. Was die Jungs nicht wissen: Der Wirt ist selbst ein Zündapp-Besitzer und vom Besuch der Männer sofort begeistert, stolz werden die Mühlen gegenseitig begutachtet. Dies markiert die Geburtsstunde der Zündapp-Gang Jägerbild. Elmar Gottinger, Reiner Angerer, Martin Weidinger, Alfons Lang (damals noch mit einer geduldeten Kreidler), der Wirt Erwin Seibold und Christian Wimmer beschließen einen -etwas anderen- Club für Zündapp-Liebhaber zu gründen. Dabei soll der Spaß im Vordergrund stehen, ein monatlicher Stammtisch wird aus der Taufe gehoben, der im Gegensatz zu den üblichen und etablierten Clubs frei sein soll von den negativen Vereins-Zwängen. Dies soll sich auch in der Namensgebung niederschlagen, Zündapp-Club, Zündapp-Freunde und andere bekannte Namenszusätze werden verworfen, mit dem nötigen Augenzwickern soll sich der Zeitgeist der Zündapp auch im Vereinsnamen niederschlagen. Einstimmig wird beschlossen, dass "Gang" den losen Haufen wohl am besten beschreibt. Nachdem die Bewegung im Jägerbild seinen Ursprung hatte, soll dies ebenso im Vereinsnamen verewigt werden. Als nächster Punkt werden die Posten vergeben. Jede Gang braucht ein Oberhaupt, als Präsi wird Elmar Gottinger gewählt, sein Stellvertreter soll Reiner Angerer sein. Dem Wirt wird die Kassen- und Schriftführung auferlegt, als ältestem Mitglied wird ihm das größte Organisationstalent zugetraut. Die Gang soll weitere Gleichgesinnte mit ins Boot holen, dazu wird beschlossen, einen Bericht ins örtliche Gemeindeblatt zu bringen. Dazu erklärt sich Christian Wimmer bereit, auch das Amt des Pressesprechers ist damit vergeben.

Zu den im Gemeindeblatt angekündigten monatlichen Stammtisch-Terminen erscheinen jedes Mal neue Interessierte. Teils solche, die schon länger auf der Suche nach Verbündeten waren, mit denen Sie gemeinsam Ausfahrten unternehmen konnten, teils auch nur Neugierige. Die Mitgliederzahl steigt stetig bis auf zuletzt 18 Mitglieder.

In der Gründungszeit entstehen auch in den angrenzenden Gemeinden erste Zündapp-Clubs, die genau wie die Gang ihre Jugendzeit wiederbeleben wollen. Durch erste Treffen wird der Kontakt zu den benachbarten Clubs gefestigt. Die steigende Zahl der Mitglieder innerhalb der Gang erfordert ein gemeinsames Auftreten, weshalb zunächst Vereinsfarben, -logos und -schriftzüge entworfen werden, ein Internetauftritt soll die gemeinsame Identität schärfen. Dem nicht genug: Ein ordentlicher Verein braucht schließlich eine Fahne und die gibt’s in Bayern nicht ohne die dazugehörige Fahnenmutter. Beides ist in Windeseile beschafft und die Gang hat zwei Attraktionen mehr, die ab diesem Zeitpunkt bei jedem Treffen bestaunt werden. Weil die Vereinsfahne ständig Begehrlichkeiten weckt, soll der eigens bestellte Fahnenjunker dafür Sorge tragen, dass die Fahne nicht ständig ausgelöst werden muss. Weil Junker Matthias Silbereisen mittlerweile auch zum Vize gewählt wurde, bleibt ihm leider nur wenig Zeit für seine Aufgabe als Fahnenbewacher.

Der nun schon über Jahre hin währende Weg der Zündapp-Gang Jägerbild ist gepflastert mit Kuriositäten: Vom Aufstellen eines Maibaum und der Entstehung des wohl kleinsten Clubheims der Welt, über die Gang-Aktionen im Rahmen des Maibaumstehlens oder des Faschingsumzuges bis hin zur Bezwingung des Großglockners oder auch des im Jahr 2013 erstmalig ausgerichteten Waldfests ist die Zündapp-Gang stets bemüht, den Spaß an den Zündapps zu wahren. Darin dürfte auch das Geheimnis der Gang liegen, schließlich zerbrechen die ersten Clubs in der Umgebung an den unterschiedlichen Vorstellungen der jeweiligen Mitglieder, wovon der Sonderling "Zündapp-Gang" hoffentlich auf ewig verschont bleiben wird.

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